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Es war einmal… ein soziales Netzwerk, durch welches sich gigantische Reichweiten erzeugen ließen, ohne auch nur einen Cent für Werbung auszugeben. Schön war das damals für Firmen bei Facebook. Doch diese Zeiten sind längst vorbei und heute erschweren Algorithmenänderungen die natürliche Reichweite von Posts und sorgen dafür, dass die Bedeutung von Facebook-Werbung steigt. Wie man sein Marketing dort mit dem richtigen Know-How auf ein neues Level hebt, erläuterte der Facebook-Profi Simon Mader am 29. August bei der 30. Lean DUS.

Simon ist Mitgründer der Kölner Performance Agentur Adbaker, dessen Team für seine Kunden monatlich für tausende Leads und steigende Umsätze über Facebook sorgt. Im Vortrag vermittelte Simon beispielstark und nachvollziehbar, wie man Facebook Werbeanzeigen als Push-Maßnahme sinnvoll einsetzt und maximal von seinen Investitionen profitiert.

Aufmerksamkeit auf Facebook generieren

Um nicht astronomisch hohe Kosten pro Klick oder Conversion zu erzeugen, ist es wichtig, mit den erstellten Werbeanzeigen Aufmerksamkeit zu erregen. Wie sich dazu das altbekannte AIDA (Attention, Interest, Desire, Action) Modell anwenden lässt, führte Simon anhand von konkreten Fällen vor.

Um nicht auszusehen wie jeder andere Post auf Facebook, rät Simon zur Nutzung so genannter „Stop-Elemente“. Welche das sind und wie man diese aufmerksamkeitssteigernd einsetzt, erläuterte Simon anschaulich unter Zuhilfenahme des Publikums. Außerdem zeigte er, wie sich Mitbewerber-Ads anzeigen lassen und verriet Tipps, wie sich aus deren Analyse nützliche Entscheidungen ableiten lassen.

Skalierende Facebook Kampagnen

Nach der Erstellung eines funktionierenden Sets an Anzeigen ist es sinnvoll, sich über mögliche Skalierungsoptionen Gedanken zu machen. Sein Tipp: Auf Basis von funktionierenden Anzeigen neue Anzeigenformate von Facebook ausprobieren. Über den Power Editor lässt sich auf Basis eines bestehenden Posts inkl. der Übernahme der Post-ID eine neue Zielgruppe ansprechen. Denn so wird die neue Anzeige nicht ohne Likes gestartet, sondern startet bereits mit den Likes der vorigen Werbeanzeige. Ein solches Vorgehen kann nicht nur die eigenen Anzeigenergebnisse boosten, sondern auch wertvolle Informationen über die passende Zielgruppe liefern.

Conversion Optimierung mit Hilfe des Facebook Pixels

Keine Optimierung ohne ordentliches Tracking – Facebook-Pixel heißt der Trackingcode, den Facebook zur Messung der Reaktionen und KPIs seiner Werbeanzeigen nutzt. Er zeigte, wie sich Event-Informationen (z.B. dass sich ein Besucher schon in den eigenen Newsletter eingetragen hat oder bereits ein Produkt gekauft hat) an Facebook übertragen lassen und die daraus gewonnene Erkenntnisse die Anzeigenausspielung weiter optimieren können. Zugleich können Kampagnen auf ein solches Pixel-Event optimiert werden, indem Facebook automatisch die Aussteuerung so optimieret, dass definierte Ziele (z.B. das Event „Kauf“) erreicht werden. Lookalike-Audiences helfen zusätzlich dabei, neue Personen zu erreichen, die potenziell am eigenen Unternehmensangebot interessiert sind, da sie den bestehenden Kunden ähneln.

Sinnvoll Geld auf Facebook ausgeben

Welche drei Voraussetzungen eine optimale Kampagne auf Facebook erfüllt, worauf Marketingverantwortliche für ein präzises Zielgruppen-Targeting achten sollten und viele weitere Praxistipps erfahrt ihr in unserem Mitschnitt der 30. Lean DUS mit Simon Mader:

4 Kommentare

Danke, für deine wertvolle Einschätzung, Bebbi. Ich bin froh, dass nicht alle Menschen im gleichen Bereich ihre Berufung finden, sonst hätten wir echte Probleme. Und mein Eindruck von Simon war, dass er alles andere als traurig ist in seinem Job.

Klar, wenn man sich den ganzen Tag lang überlegen darf, wie man die Leute übers Ohr hauen kann – was anderes sind die beschriebenen Marketingstunts ja nicht -, dann grinst man sich sicher einen ab. Ich könnte euch einen Tipp geben, wie ihr mit ethisch sauberen Methoden Kunden gewinnen würdet: macht eure Arbeit und bekommt LTE nach 3 Jahren endlich mal fertig. Da inzwischen die Preise für mobile Daten deutlich nachgegeben haben, wäre eine Aufstockung der Volumenkontingente auch angezeigt.

@Philipp: Keine Ahnung ob der traurig ist. Interessiert mich auch nicht wirklich. Ich dachte es wäre eindeutig zu erkennen, dass ich mit dem ersten Satzteil nichts weiter sagen wollte „Nix für mich“.

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