sipgate team: Das Besetztlampenfeld ist da.

22.01.2014 von Sascha 21 Kommentare

Vor wenigen Tagen ist das Besetztlampenfeld (BLF) für sipgate team an den Start gegangen. Das BLF kann derzeit mit Telefonen der Firma snom genutzt werden. Eine Liste aller bisher unterstützten Modelle gibt es hier.

BLF

Die Funktion

Mit dem BLF sehen Sie, ob ein Kollege angerufen wird oder im Gespräch ist. Die LEDs neben den Schnellwahltasten auf dem Telefon zeigen den Status an. Kommt ein Anruf herein, blinkt die LED. Ist der Kollege gerade im Gespräch, leuchtet die LED durchgehend.

Eingehende Anrufe können übrigens von jedem anderen Telefon mit BLF herangeholt werden: Einfach den Hörer abheben und die entsprechende Kurzwahltaste drücken.

Hier das BLF in Aktion:

Der Preis

Das Besetztlampenfeld kann pro Account gebucht werden und ist für jeden Benutzer verfügbar. Das BLF kann wie alle anderen Verträge direkt im Account gebucht werden und ist monatlich kündbar. Für sipgate team 3 kostet die Funktion beispielsweise es 2,95 €* pro Monat. Alle weiteren Preise gibt’s hier.

 

* inkl. 19% MwSt.

 

sipgate am IPv6-Kabelanschluss

16.01.2014 von Sebastian 70 Kommentare

Seit einigen Monaten häufen sich die Anfragen einiger Kunden, weil ihr Endgerät nicht immer zuverlässig klingelt. Und wenn die Anzahl der Beschwerden zu einem Thema zunimmt, schauen wir uns bei sipgate diese Probleme genauer an. Bei der Analyse fiel uns dann auf, dass vor allem Kunden von Kabelnetzbetreibern von diesem Symptom betroffen sind. Derzeit beschränkt sich der betroffene Kundenkreis hauptsächlich auf Kunden von Unitymedia. Und dies hat auch einen Grund. Seit Anfang 2013 vergibt Unitymedia seinen Neukunden nur noch IPv6-Adressen. Allerdings könnte es sein, dass Kunden von Kabel Deutschland bald vor ähnlichen Problemen stehen, da KD die Anschlüsse der meisten Kunden seit Dezember ebenfalls auf IPv6 umstellt.

Was ist das Besondere an IPv6?

Jeder Rechner, der direkt ans Internet angeschlossen ist, besitzt eine eindeutige Adresse, genannt IP-Adresse. In der seit Einführung des Internets genutzten Version IPv4 bestand eine Adresse aus 4 Zahlen zwischen 0 und 255 (Beispiel: sipgate.de hat die 217.10.79.9). Die daraus resultierende Menge an eindeutigen Adressen (ca. 3,7 Milliarden) ist seit 2012 allerdings annähernd erschöpft. Deshalb wurde für IPv6 die Länge der Adresse deutlich erhöht, weshalb in dieser Version nun rund 340 Sextillionen eindeutige Adressen zur Verfügung stehen.

Und warum betrifft das mich?

Ein Großteil des Internets basiert noch auf IPv4. Auch die sipgate-Server sind derzeit noch nur unter IPv4-Adressen erreichbar. Wenn jetzt aber ein Kunde von seinem Provider eine IPv6-Adresse zugewiesen bekommt, muss eine Übersetzung von IPv6 auf IPv4 vorgenommen werden. Und dies macht der Provider für seine Kunden, mit Hilfe einer Technologie namens Carrier Grade NAT (CGN). Und wie der Name schon sagt, ist das Verfahren ziemlich ähnlich zu dem, was auch normale Heimrouter machen. Seit Jahren betreiben viele Kunden ihre Endgeräte in lokalen Netzwerken mit nicht-öffentlichen IP-Adressen, und in fast allen Fällen funktioniert das einfach so ohne besondere Vorkehrungen, manchmal muss mit Portweiterleitungen oder ähnlichen Vorkehrungen nachgeholfen werden.

Alles gut sollte man meinen?

Leider nein. Wenn wir ein Endgerät hinter NAT erkennen, treffen wir von unserer Seite Vorkehrungen, um die Verbindung stabil zu halten. Dazu gehört z.B. auch, dass wir alle 15 Sekunden ein kleines Paket zum Endgerät schicken, um die Verbindung offen zu halten. Auch die Geräte an IPv6-Anschlüssen erkennen wir recht zuverlässig und “behandeln” sie so. Zusätzlich bieten verschiedene Geräte, wie z.B. die FRITZ!Box eine Option, um die Verbindung in regelmäßigen Abständen am Leben zu halten.

In den von uns untersuchten Fällen hilft dies allerdings weder von unserer noch von Kundenseite. Beispielhaft möchten wir zwei Verbindungen zeigen.

register_unitymedia

Man sieht, dass beide Geräte sich regelmäßig bei uns registrieren. Allerdings ist im ersten Fall die Quell-IP bei jedem Versuch eine andere, im zweiten Fall bleibt zwar die IP gleich, der Port ändert sich aber ständig. Und diese Änderungen sind fatal für die Nutzung unserer Dienste. Für eingehende Verbindungen benötigen wir eine stabile Adresse und Port des Kunden, da wir genau dahin das Gespräch signalisieren. Ändert sich einer der beiden Parameter, bekommen wir die Änderung erst bei der nächsten Registrierung mit – also nach maximal 10 Minuten. Davor versuchen wir, die Gespräche an eine veraltete Adresse zuzustellen. Das Resultat ist nach 20 Sekunden Stille in der Leitung ein Abbruch der Verbindung oder das Einsetzen einer Weiterleitung. Eine solche Änderung von Parametern der Verbindung kann auch im normalen Betrieb z.B. durch Router-Reboots durchaus mal vorkommen, bei einer solchen Häufigkeit allerdings ist an eine sinnvolle Nutzung von Internettelefonie nicht zu denken.

Leider sind wir gegen diese Art von Verbindungszerstörung machtlos. Wir haben bereits versucht, mit Unitymedia Kontakt aufzunehmen, um uns des Problems gemeinsam annehmen zu können. Allerdings haben wir nicht eine Rückmeldung erhalten.

Was können Sie als betroffener Kunde tun?

Auch wenn wir von der Wirksamkeit nicht überzeugt sind, könnte das Senden von “Keepalive”-Paketen zum Aufrechterhalten der Verbindung helfen. Dazu bieten einige Endgeräte entsprechende Optionen. In der FRTIZ!Box heißt die Option “Portweiterleitung des Internet-Routers für Internettelefonie aktiv halten” (nur im Expertenmodus sichtbar), bei snom-Geräten können Sie ein Keepalive-Intervall im Reiter “NAT” festlegen. Auch verschiedene Grandstream-Geräte haben eine entsprechende Option. Hilfe bei der Einrichtung erhalten Sie natürlich auch bei unserer Kundenbetreuung.

Da das Problem aus unserer Sicht durch eine fehlerhafte Konfiguration des Carrier Grade NAT auf Seiten von Unitymedia hervorgerufen wird, kann es durchaus sinnvoll sein, dass Sie sich an Unitymedia wenden und um Abhilfe bitten. Vielleicht bekommt das Problem durch eine größere Anzahl von Kundenbeschwerden eine höhere Priorität bei Unitymedia. Wir würden es gern mit den Technikern von Unitymedia weiter analysieren und hoffen daher nunmehr auf eine Kontaktaufnahme seitens Unitymedia, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

Surfen mit bis zu 42,2 Mbit/s

30.11.2013 von Thilo 24 Kommentare

Ende November hat es E-Plus bereits für die eigenen Kunden angekündigt – jetzt ist es auch für sipgate Kunden möglich: Ab dem 2. Dezember können sie ebenfalls mit bis zu 42,2 Mbit/s surfen. Das gilt sowohl für simquadrat Nutzer als auch für Geschäftskunden, die sipgate team nutzen.

Das Beste daran: Anders als bei den Angeboten vieler Wettbewerber fallen bei simquadrat und sipgate team keine gesonderten Entgelte für die Nutzung der vollen Bandbreite an. sipgate Kunden müssen auch keine speziellem Optionen buchen, sondern können – geeignete Endgeräte vorausgesetzt – direkt mit bis zu 42,2 Mbit/s surfen. Diese Bandbreiten können mit entsprechenden 3G- bwz. UMTS-Telefonen erreicht werden, ohne dass LTE-Endgeräte nötig sind.

Möglich werden diese Bandbreiten durch massive Investitionen der E-Plus in den Ausbau Ihres Netzes und die parallele Nutzung der Downloadkapazität zweier Carrier mit den Bandbreiten 21,1 von Mbit/s.

Diese Aktion läuft zunächst einmal bis Ende Juni 2014. Wir werden rechtzeitig darüber informieren, wie es weitergehen wird.

Viel Spass beim schnellen Surfen.

P.S.: Kunden, die die neuen Bandbreiten ab dem 2. Dezember 2013 ausprobieren möchten, müssen unter Umständen Ihr Telefon einmal ein- und ausschalten, damit die Änderung wirksam wird.

Backstage: “Sicheres deutsches Internet”?

12.11.2013 von Thilo 14 Kommentare

In den letzten Tagen überschlugen sich geradezu Meldungen, nach denen Telekom Deutschland die Grenzen im Internet wieder einführen möchte und ein Deutschland- oder Europa- oder Schengen-Internet aufbauen möchte – mit dem Ziel Ihre Kunden vor den “bösen US-Behörden” zu schützen.

Das ist unfassbar scheinheilig, denn…

…  die Telekom steht als multinationaler Konzern durchaus im Zugriff der US-Behörden und hat über die US-Tochter T-Mobile augenscheinlich große Mengen an Daten an die NSA geliefert.

die Telekom hat augenscheinlich nicht einmal versucht, diese Daten zu schützen, sondern hat bereitwillig alle angeforderten Daten an die NSA herausgegeben.

… es ist zweifelhaft, dass die Telekom US-Behörden den Zugriff auf die Daten ihrer deutscher Kunden verwehren kann. So werden im Falle von Fluggesellschaften nahezu 100% Reisedaten von US-Behörden  aufgenommen - beispielsweise auch die Daten deutscher Bürger, die mit einer deutschen Fluggesellschaft einen innerdeutschen Flug buchen. Ähnliches gilt sinngemäß ebenso für Konto- bzw. Bankdaten. Wieso sollte es im Telekomsektor anders laufen?

Warum also möchte Telekom Deutschland E-Mail-Verkehr in Deutschland/Europa/Schengen halten? Worum geht es hier in Wirklichkeit?

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