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Unter dem Motto „POP. Power Of People“ trafen sich vergangene Woche wieder Blogger, Netzaktivisten, Marketingmenschen, Medienvertreter, Wissenschaftler und Politiker auf der re:publica. Dieses Jahr waren wir als Partner der Konferenz mittendrin und dabei.

Für die unter euch, die sich jetzt fragen “re:pu…was?”: Die re:publica ist eine Mischung aus Konferenz und digitalem Festival zu den Themen Digitalisierung, digitale Gesellschaft und Kultur sowie Netzpolitik. In Berlin diskutieren Speaker und Besucher einmal im Jahr über die Chancen und Vorteile der Digitalisierung in verschiedensten Lebensbereichen und zeigen aktuelle Entwicklungen auf. So oder so ähnlich würde wohl eine offizielle Beschreibung lauten. Läuft man über das Gelände hört man aber auch oft eine kürzere Zusammenfassung: “Das jährliche Klassentreffen der Digital-Szene.”

2007 als Blogger-Konferenz gestartet, gehört die re:publica heute zu den wichtigsten Digital-Konferenzen Europas. Das bestätigen auch Zahlen 2018, die bei der Closing Ceremony präsentiert wurden:

  • Durchlauf-Besucher in drei Tagen: 19.500
  • 37% zum ersten Mal dabei
  • 496 Sessions
  • 929 Speaker
  • 28.800 grüne Bälle im Bällebad

Für uns als Softwareunternehmen ist die re:publica spannend, weil sie die Themen aufgreift, die auch uns im Arbeitsalltag beschäftigen: Automatisierung, AI, Digitalisierung in Unternehmen, technologische Neuheiten, netzpolitische Entwicklungen, Big Data, IoT … wir könnten die Liste noch eine Weile fortführen. Außerdem gab es in diesem Jahr die Subkonferenz „We can WORK it out“, die anlässlich des Wissenschaftsjahres 2018 mit dem Thema „Arbeitswelten der Zukunft“ stattfand. Genau zu diesem Thema haben wir eine Menge zu sagen – für uns DER Grund, als Partner der re:publica 2018 dabei gewesen zu sein.

9.000 Work Hacks und 1 Talk

Wer unsere 24 Work Hacks gelesen hat, weiß, dass wir eine Vision haben, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen könnte. Um unsere Gedanken zu teilen, haben wir einfach unsere 24 Work Hacks in die Konferenztasche gepackt – Genau! 9.000 Stück! Für jeden re:publica-Besucher ein Exemplar!

Da wir aber nicht nur über New Work und Agiles Arbeiten schreiben können, haben wir die Autorin des Buches auch auf die Bühne gestellt: Corinna.

Corinna Baldauf als Speakerin auf der re:publica 2018

Am Freitag stellte sie in ihrem Talk „#hackingwork: Keine Manager, keine Überstunden und trotzdem was schaffen? So klappt Selbstorganisation als Unternehmen“ fünf unserer 24 Work Hacks vor. Wie auch oft bei den Besuchern unserer sipgate insights und den Führungen durch unsere Büroräume merkten wir auch auf der re:publica, dass das Thema den Zeitgeist trifft. Denn der Raum war „Over Capacity“ (was uns natürlich freute, aber für Besucher leider ein häufiges Bild auf der diesjährigen re:publica war). Nach Corinnas Talk bildete sich vor Stage T für eine weitere halbe Stunde eine diskussionsfreudige und neugierige Menschentraube, die ihre Erfahrungen und Fragen rund um New Work und Agiles Arbeiten austauschten. Genau um diesen Dialog geht es uns, wenn wir auf Konferenzen oder Messen fahren!

4 x  sipgate vor Ort = 4 Retrospektiven auf die re:publica 2018

Neben Corinna waren noch drei weitere sipgate-Menschen in persona vor Ort. Eine einheitliche Review zur re:publica 2018 ist bei vier unterschiedlichen Personen unmöglich und wir werden das auch gar nicht erst versuchen. Daher gibt es statt einer Review gleich vier, inklusive Talkempfehlungen – auf geht’s:

Anna, re:publica-Newbie
Welchen Talk solltest du dir unbedingt anschauen?
Richard Gutjahr: Nach Nizza und München – Anatomie eines Shit-Tsunamis

Der Journalist und Blogger Richard Gutjahr ist seit knapp drei Jahren im Visier von Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern und Neonazis. Sein emotionaler und persönlicher Talk darüber, wie sich um ihn ein regelrechter Shit-Tsunami entwickelt hat und vor allem, wie er zurückgeschlagen hat, hat mich sehr berührt.

Was hat dich beeindruckt auf der #rp18?
Die wahnsinnige Themenvielfalt der re:publica: (Netz-)Politik, Journalismus, Bildung, Zukunft, Digitales, Feminismus, (Gut)menschsein, New Work. Super Simultanübersetzungen und Aufzeichnungen aller Talks der Hauptbühnen.

Wo hast du Bugs auf der #rp18 entdeckt?
Insbesondere die kurzen Panel-Talks kratzten ausschließlich an der Oberfläche und es entstand – auch aufgrund der ähnlich gepolten SprecherInnen – kaum Diskurs. Die Zeit zwischen den Talks war zu knapp, um Inhalte sacken zu lassen und sich darüber auszutauschen. Absolutes FOMO durch ein Überangebot an spannenden Themen mit gleichzeitigem Over Capacity.

Deine #rp18 in drei Hashtags?
#uglyCry #overCapacity #veganeCurrywurst

Melanie, 6 Jahre #rp auf dem Buckel
Welchen Talk solltest du dir unbedingt anschauen?
Marcus Johnston Henry Brown: „The Passing“

Utopie meets Storytelling meets Performance Art – großes Kino! Superspannend fand ich auch das Usability Testessen – ein Meetup bei dem Aussteller die Chance haben, neue Produkte,
 Websites und Apps noch vor ihrer Veröffentlichung von Teilnehmer testen zu lassen. Getreu dem Motto „Wenn‘s ein Problem gibt, mach mit uns ne Party draus.“ gibt´s zu den Usability Tests klassisch Pizza und Bier.

Was hat dich beeindruckt auf der #rp18?
Themenvielfalt, Menschenvielfalt, Meinungsvielfalt

Wo hast du Bugs auf der #rp18 entdeckt?
Die vielen „Over Capacity“-Schilder, nicht “Nicht gefallen” sondern nur überraschend: Auf einmal wurde soviel gesiezt …

Deine #rp18 in drei Hashtags?
#Filterbubble #Algorithmen #Influencer

Corinna, Speaker und re:publica-Newbie
Welchen Talk solltest du dir unbedingt anschauen?
Steve Lambert: Building Fearless Futures

Steve Lambert macht uns eine bessere Zukunft schmackhaft, in dem er diese Zukunft simuliert und erlebbar macht: Mit der Zeitung vom nächsten Jahr inklusive Schlagzeilen zum hoffnungsvollen Stand der Welt und wie man dahin gekommen ist. Oder indem AktivistInnen auf einer Wiese ein neues Land ausrufen, in dem LGBTQ-Rechte stark sind. Sehr inspirierend.

Was hat dich beeindruckt auf der #rp18?
Fantastische Location! So viele verschiedene Leute! Endlich mal keine sexistische Kacksch%ö&e* auf einer Konferenz. Sehr angenehm. Ganz persönlich: Die sehr lange Fragerunde nach meinem Talk mit richtig guten Rückfragen.

Wo hast du Bugs auf der #rp18 entdeckt?
Ich war massiv überfordert mit der Auswahl der Sessions. Mehr als 10 Möglichkeiten pro Zeiteinheit. Puh. Und wenn ich mich dann mal entschieden hatte, war die Session voll. Quasi jede. Schade.

Deine #rp18 in drei Hashtags?
#warm #voll #tolleFragen

Sigurd, zum dritten Mal als Partner der #rp dabei
Welchen Talk solltest du dir unbedingt anschauen?
Ich kann mich nicht entscheiden, ich habe zwei Favoriten.
Charles Bahr: Generation Z: Wie Medien & Marketing im Zeitalter der Social Natives funktionieren

Peter Meyer: 1981 – Kraftwerk’s Album Computerwelt und der NSA-Skandal

Was hat dich beeindruckt auf der #rp18?
Viele Getränkestände, überall (gute!) Mucke, schöne Recreation-Bereiche. Auch unsere Partnerschaft mit der re:publica hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Was ich sehr überraschend fand, waren die vielen Kamerateams und Selfiefilmer. Vor ein paar Jahren war das gefühlt auf der re:publica noch eher verpönt – der Mann mit Google Glasses musste sich schon sehr viel Kritik anhören. Dieses Mal haben alle einfach draufgehalten und niemanden hat es gestört.

Wo hast du Bugs auf der #rp18 entdeckt?
Spannende Slots waren früh vor der Veranstaltung schon “Over Capacity”.

Deine #rp18 in drei Hashtags?
#beer@aeternity #sipgateunddierepublicaeinerichtiggutepartnerschaft #POP

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