Voipen mit LTE

05.01.2012 von Tomo 2 Kommentare

Mit sipgate und der Fritz!Box 6840 über LTE voipen – geht das?

Lange war sie angekündigt und nun startet der Rollout. Die Fritz!Box 6840 LTE ist nun verfügbar -  genauso wie ein 4G Netz in Düsseldorf. Wie gut lässt sich also mit sipgate per LTE voipen? Wird dies providerseitig überhaupt zugelassen und wenn ja, wie ist die Qualität? Hier die Antworten:

1. Einrichten

Das Setup ist kinderleicht. Zuerst wird die SIM-Karte in den Schlitten auf der Rückseite der Box eingelegt und schon wenige Sekunden nachdem das Netzteil mit der Box verbunden wurde, befinden wir uns auf der Weboberfläche der Fritz!Box, wo man sich – wie von den Fritz!Boxen gewohnt – schnell zurecht findet. Jetzt muss nur noch die PIN für die SIM-Karte eingegeben werden und dann dauert es ca. 30 Sekunden bis die Box online ist – mit unglaublichen 21,5 MBit Down- und 5,7 MBit Upstream.

2. Test mit sipgate team

Der sipgate team Account ist ebenso schnell eingerichtet und nach nicht mal 3 Minuten Einrichtungszeit ist die Box startklar für das erste Telefonat. Zum Testen nehme ich hierbei das Handynetz von Vodafone. Der Rufaufbau dauert mit ca. 10 Sekunden relativ lang, unser Call kommt dann aber zustande und das in sehr guter Qualität. Aussetzer oder sonstige Störgeräusche sind nicht zu hören, die Sprachqualität ist sehr gut.

3. Surfen und telefonieren

Was passiert nun, wenn parallel zum Gespräch weiterer Traffic über die Box läuft? Dieses Mal führe ich ein Gespräch von sipgate team zu sipgate team. Parallel dazu läuft auf einem Rechner der an der Box hängt ein Youtube-Video und gleichzeitig der Upload einer großen Datei. Ergebnis: Nach 3 Sekunden steht die Verbindung – und das in überzeugender Qualität.

Glücklicherweise werden die Gesprächslängen auf der sipgate team Seite korrekt angezeigt, denn in der Anrufliste der Fritz!Box stimmen die Längen nicht und einige Calls fehlen komplett. Das erledigt sich hoffentlich spätestens mit der nächsten Firmware.

4. Fazit

Für Regionen in denen es derzeit keinen Breitbandanschluss gibt, eignet sich die Fritz!Box 6480 LTE uneingeschränkt zur Nutzung mit sipgate. Selbst wenn man pro Stunde VoIP-Telefonie im Codec G711 großzügige 90 MB veranschlagt, so könnte man mit jedem verfügbaren Gigabyte 11 Stunden lang über sipgate telefonieren.

Hinweis: Den Test habe ich übrigens mit einer Vodafone LTE SIM-Karte durchgeführt. Ob es auch mit anderen Netzbetreibern so gut funktioniert, ist an dieser Stelle noch ungewiss.

 

2 Kommentare

  1. Florian
    am 16.01.2012 um 13:16

    Ich nutze in Düsseldorf Vodafone LTE Zuhause mit einer Fritzbox 7170 hinter der herkömmlichen Easybox.

    Gespräche über Sipgate sind kein Problem, so lange ich in der Konfiguration Proxy- und STUN-Server weglasse. Sonst bleibt bei ankommenden Gesprächen oftmals die Leitung tot – es wird laut Fritzbox dann nur empfangen, jedoch nicht ein Byte gesendet.

  2. Klaus
    am 23.01.2012 um 16:48

    Es funzt auch mit der 7270 oder 6360 cable und einem alten USB-Stick. Habe o2. Stick eindach auf den USB der Fritzbox und das Ding ist drin. Super die AVM-Boxen.

    einziges Manko: Wenn man einen MF190 LTE-Stick von O2 nimmt erkennt sie ihn nicht. Die TE – Sticks gehen nur auf der LTE-Fritzbox. Aber egal, mein alter E172-Stick macht auch bis 7,2 mbit, mehr geht auch mti den LTE-Stick direkt auf dem Laptop nicht.

    Schlecht bei den Fritzboxen: Über WLAN verliert man ca. 55 % Bandbreite´. Mit WLAN kam ich auf 1000 MB, am Lan auf 2500. Das leigt aber nicht am LTE sondern ist auch mit dem kabelbw-anschluss so. Die Fritz bremst fürchterlich, wenn man über WLAN oder DLAN geht.

    Sonst, ne Klasse Box mit vielen extras wie interner AB, internes Fax und sogar Dect-Zentrale.

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